Run Time Anomaly
von Simon Steen-Andersen feat. Sasha Waltz & Guests Jugendtanzcompany
photo: Victoria Nazarova
Dauer: 75-80 Min.
Sprache: German
Akademie der Künste / Studio
Hanseatenweg 10, 10557
Akademie der Künste / Studio
Hanseatenweg 10, 10557
Vergangene Termine (2)
Akademie der Künste / Studio
Akademie der Künste / Studio
Konzept, Regie, Co-Choreografie, Musik und Video:
Simon Steen-Andersen
Choreografie und Co-Regie:
Wibke Storkan und László Sandig
Tanz: Youth Dance Company Sasha Waltz & Guests
Alma Nemes, Antonia Miriam Milbrodt, Benedikt Jenke, Emilio Münch, Frida Gabriel, Josephine Martingell, Mira Antonina Campo Jastrzębski, Nika Brovot, Pablo Fontaine, Thurid Raupach, Toni Lehnert, Yemi Blue Meyer
Kostümbild: Clara Fee Stürzl, Nina Ballhause
Kameraassistenz: Peter Tinning
Produktionsleitung: Olga Haulet
Ausführende Produktion:
Yara Ziva-Chernova
Marketing und Kommunikation: Artem Arsenyan
Technische Planung (AdK): Reinhard Pusch
Projektkoordination (AdK): Janine Gottwald
Leitung Youth Dance Company Sasha Waltz & Guests: Emilie Guérin
Technik (Act!worX): Martha Knabe, Michael Piaskowski, Frank Kwiatkowski, Björn Matzen, Francesco Mancori
Auftrag und Produktion: Voices Berlin
In Kooperation mit:
Akademie der Künste und Sasha Waltz & Guests
Mit Unterstützung von:
Ernst von Siemens Musikstiftung,
Musik der Jahrhunderte Stuttgart

Was passiert, wenn man eine Gruppe junger Tänzer:innen dazu herausfordert, ein auf die Seite gekipptes – oder auf den Kopf gestelltes – Gebäude zu erklimmen? Oder wenn sie die Bühnentechnik eines Theaters wie ein überdimensionales Musikinstrument bespielen oder mit einem Richtmikrofon tanzen, um den Soundtrack der eigenen Choreografie selbst zu erzeugen?
Run Time Anomaly beginnt genau mit solchen Fragen. Gemeinsam mit der Jugendtanzcompagnie Sasha Waltz & Guests bewohnte Simon Steen-Andersen drei Wochen lang die Berliner Akademie der Künste, erforschte die verborgenen Klänge und Geschichten des Gebäudes und suchte nach unmittelbaren Verbindungen zwischen Klang, Körper und Architektur.
Das Ergebnis ist eine fantastische Live-Dokumentation, in der sich Tanzcompagnie und Architektur gegenseitig spiegeln und erzählen. Die jungen Tänzer:innen betreten eine Bühne, die sich in transformierte Räume erweitert, und bewegen sich in einem Spiel zwischen Realität und Imagination – begleitet von einer Klanglandschaft aus verstärkten Bewegungen, körper- und gebäudeerschütternden Subfrequenzen, Echos elektronischer Musik aus Archiven, filmischen Traumwelten und Transformationen der persönlichen Lieblingssongs der Tänzer:innen.
Die Uraufführung wurde 2025 von Voices Berlin in Auftrag gegeben und produziert.
Mitwirkende

simon steen-andersen
Komponist, Regisseur
Simon Steen-Andersen (geb. 1976, Dänemark) ist ein in Berlin lebender Komponist und Regisseur, der mit einem transdisziplinären Ansatz an musikalische Performance und Theater arbeitet. So entstehen Werke, die sich zwischen den Kategorien Musik, Performance, Theater, Choreografie und Film bewegen. Er studierte Komposition bei Rasmussen, Spahlinger, Valverde und Sørensen in Aarhus, Freiburg, Buenos Aires und Kopenhagen zwischen 1998 und 2006. Seit 2016 ist er Mitglied der Akademie der Künste in Berlin und seit 2018 der Königlich Schwedischen Musikakademie.
Steen-Andersen erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Reumert-Preis (2024), den Carl-Preis (2024, 2020, 2015), den SWR-Orchesterpreis (2019, 2014), den Mauricio-Kagel-Musikpreis und den Siemens-Kompositionspreis (2017), den Musikpreis des Nordischen Rates (2014), den Carl-Nielsen-Ehrenpreis und den Kunstpreis der Berliner Akademie der Künste (2013), den 1. Preis des International Rostrum of Composers (2010) sowie den Kranichsteiner Musikpreis (2008) und ein DAAD-Berlin-Künstlerstipendium (2010).

jugendtanzcompany sasha waltz & guests
Tanzkompanie
Die Tanzkompanie Sasha Waltz & Guests wurde 1993 von Sasha Waltz und Jochen Sandig in Berlin gegründet. 2005 wurde die Kinder- und Jugendtanzcompany von Sasha Waltz ins Leben gerufen. Der Schwerpunkt der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen liegt nicht nur auf der tänzerischen Ausbildung, sondern auch auf der Erforschung der individuellen Körperlichkeit, Kreativität, des gegenseitigen Austauschs und der Empathie. In regelmäßigen Trainings unter der Leitung von erfahrenen Tänzer:innen der Compagnie Sasha Waltz & Guests werden die jungen Tanzenden in vier nach Alter gestaffelten Gruppen individuell gefördert, erkunden ihr eigenes Bewegungsrepertoire, das tänzerische Zusammenwirken mit anderen, und entwickeln eigene Tanzstücke, die sie vor Publikum zur Aufführung bringen. An „Run Time Anomaly“ sind Mitglieder der ältesten Gruppe beteiligt.

lászló sandig
Tänzer, Choreograf
László Sandig (*1997) ist Improvisations-Künstler, freischaffender Tänzer und Choreograf in Berlin. Er ist an diversen Produktionen von Sasha Waltz & Guests beteiligt (u.a. "Dido & Aeneas", "Sacre", "rauschen", und "In C") sowie an Projekten mit David Zambrano, Konrad Amrhein und Wibke Storkan. Er interessiert sich für Improvisation und Instant-Compositon, für das spontane Spiel innerhalb der Spezifität des gegenwärtigen Moments.2024 wirkt er bei dem Stück „Spiegelneuronen“ mit, einer Kollaboration zwischen Sasha Waltz & Guests und dem Theaterkollektiv Rimini Protokoll unter der Leitung von Stefan Kaegi. Seit 2024 kuratiert er die partizipativen Formate “Open-Studio”, “CoinciDance” sowie „Open Studio:Stage“ von Sasha Waltz & Guests und ist als Trainer in der Kinder-und Jugendtanzcompany von Sasha Waltz & Guests tätig. Außerdem leitet er die regelmäßigen "In C Jams" von Sasha Waltz & Guests.Er hat einen Bachelor in Philosophie und Sozialwissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin abgeschlossen und interessiert sich für die Integration von Politischer Intersektionaler Philosophie und Kritischer Theorie in die Tanzpraxis.

wibke storkan
Tänzerin, Choreographin
Wibke Storkan (*1994) ist Tänzerin, Choreografin, Tanzvermittlerin und Tanz-/Bewegungstherapeutin in Berlin. In ihrer Arbeit verwebt Wibke verschiedene Methoden der Körperarbeit mit künstlerischen und therapeutischen Praktiken und konzentriert sich auf den Körper als kraftvolles Medium, dessen Ausdruck, Potenzial für Heilung und gesellschaftspolitische Aspekte.
Wibke Storkan studierte zeitgenössischen Tanz am Königlichen Konservatorium Artesis in Antwerpen (BE) und schloss ihr Masterstudium in Tanz-/Bewegungstherapie an der SRH Heidelberg (D) ab.
Wibke Storkan ist als freie Tänzerin in zahlreichen Projekten tätig und arbeitet u.a. mit Sasha Waltz & Guests, Rimini Protokoll / Stefan Kaegi, Sophia Seiss, Saskia Oidtmann, Yotam Peled, Theater Strahl Berlin, Florian Bilbao und Judith Sánchez Ruíz. Außerdem engagiert sich Wibke in verschiedenen Gemeinschafts- und Bildungsprojekten und arbeitet mit jungen Menschen in unterschiedlichen Kontexten. Nach mehreren Jahren als aktiver Teil des TanzZeit-Künstlerpools leitet Wibke seit 2023 die älteste Gruppe der Jugendtanzcompany von Sasha Waltz & Guests und entwickelte mit ihnen das Stück "NEXUS", das im Juni 2024 im Radialsystem uraufgeführt wurde. Außerdem ist ihre choreografische Arbeit für „Mein Herz dein Bunker – 290 BPM“ (Regie: Paula Thielecke) seit 2023 an den Kammerspielen des Deutschen Theaters/DT jung* zu sehen.






