Re:trouvailles
Konzert-Performance
Kühlhaus, Kubus
Maria Kalesnikava: Flöte, Komposition, Regie
Viktoriia Vitrenko: Gesang, Komposition, Regie
Das Konzert wird ermöglicht durch die Förderung von:




Re:trouvailles ist eine Konzert-Performance der belarussischen Flötistin und Bürgerrechtsaktivistin Maria Kalesnikava und der ukrainischen Sängerin und Dirigentin Viktoriia Vitrenko.
Im Zentrum steht die Frage, was zwischen zwei Menschen bestehen bleibt, wenn Nähe über Jahre nicht möglich war sowie welche Verbindung, welche Unterstützung sich auch über Distanz und Zeit hinweg trägt, dort, wo Worte fehlten. Und: Was bleibt, wenn man wieder herauskommt? Der Abend fragt nach dem Moment danach – nach den Neuanfängen, die ein Mensch nach einer solchen Zeit machen muss, und danach, wie Freundschaft dabei tragen kann.
Kulturpolitisches Gespräch
Nach dem Konzert sprechen Maria Kalesnikava und Viktoriia Vitrenko über Kunst in Zeiten von Unfreiheit und Krieg, über Solidarität und die Kraft der Begegnung mit Karsten Witt (CLSX / Karsten Witt Musik Management) und Nikolaus Rexroth, Künstlerischer Leiter Into the Open.
Programm
Liavon Shvir
„Radiophobia: A Silent Requiem for Chornobyl“ für Flöte, Stimme und Elektronik (UA, 2026)
George Aperghis
„Retrouvailles“ Teil I, Fassung für zwei Performerinnen (2013)
Kate Soper
„Only the Words Themselves Mean What They Say“ für Flöte und Stimme (2010)
Kalesnikava/Vitrenko
NN für zwei Performerinnen, Flöte und Stimme (UA, 2026)
Alla Zagaykevych
NN für Flöte, Stimme und Elektronik (UA, 2026)
Liavon Shvir
„Radiophobia: A Silent Requiem for Chornobyl“ für Flöte, Stimme und Elektronik (UA, 2026)
Kate Soper
„Only the Words Themselves Mean What They Say“ für Flöte und Stimme (2010)
Alla Zagaykevych
NN für Flöte, Stimme und Elektronik (UA, 2026)
George Aperghis
„Retrouvailles“ Teil I, Fassung für zwei Performerinnen (2013)
Kalesnikava/Vitrenko
NN für zwei Performerinnen, Flöte und Stimme (UA, 2026)
Mitwirkende

maria kalesnikava
Flötistin / Kuratorin
Maria Kalesnikava ist eine belarussische Flötistin, Kulturmanagerin und Bürgerrechtsaktivistin. Sie studierte Flöte in Minsk und Stuttgart, bevor sie 2020 zur Stabsleiterin der belarussischen Oppositionskampagne gegen Lukaschenko wurde. Nach ihrer Entführung durch Sicherheitskräfte und dem Versuch, sie abzuschieben, wurde sie wegen "Verschwörung zur Machtergreifung" zu elf Jahren Haft verurteilt und verbrachte über zwei Jahre in Isolationshaft. Im Dezember 2025 wurde sie freigelassen und lebt heute im Exil in Berlin, wo sie wieder künstlerisch tätig ist.

viktoria vitrenko
Sopranistin / Kuratorin
Viktoriia Vitrenko ist eine ukrainische Sopranistin, Dirigentin und Kuratorin. Ihr Debütalbum "Szenen" (2019, AUDITE) mit Kammermusik von György Kurtág wurde mit dem Supersonic Pizzicato Award ausgezeichnet; 2024 folgte das Album "Forgotten Words I Wished to Say" (Sony Classical) mit Alexei Lubimov. Sie trat u. a. an der Nationaloper der Ukraine, der Opéra national de Lorraine (NOX-2) und bei führenden Festivals für zeitgenössische Musik wie ECLAT, Heroines of Sound und Gaudeamus Muziekweek auf und dirigierte Orchester wie das Haydn Orchester, Münchner Symphoniker und Stuttgarter Philharmoniker.


